Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus gestalteten Schülerinnen und Schüler unserer Schule eine würdige Auschwitz-Gedenkveranstaltung. Die Veranstaltung wurde durch einen musikalischen Beitrag begleitet und durch eine Rede ergänzt, die sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit der Stadt Wolfsburg sowie der Bedeutung von Erinnerungskultur in der Gegenwart auseinandersetzte.
In der Rede wurde betont, dass Deutschland heute Verantwortung für die Verbrechen der NS-Zeit übernimmt und diese weder geleugnet noch verharmlost werden dürfen. Millionen Menschen litten unter Verfolgung, Ausgrenzung und Mord. Auch wenn die heutige Generation keine Schuld an den Taten trägt, wurde ihre Verantwortung für die Gegenwart hervorgehoben: zu erinnern, zu trauern und sich aktiv für Toleranz, Vielfalt und Demokratie einzusetzen. Ein besonderer Fokus lag auf der Rolle sozialer Medien. Plattformen wie TikTok können zwar einen ersten Zugang zu Themen wie Auschwitz ermöglichen, bergen jedoch auch die Gefahr der Verharmlosung, Desinformation und Hassverbreitung. Die Schülerinnen und Schüler machten deutlich, dass Auschwitz kein Unterhaltungsthema ist und Erinnerung nicht „kaputtgescrollt“ werden darf. Gleichzeitig riefen sie zu einem verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien auf und dazu, Hass und Lügen entschieden entgegenzutreten.
Die Gedenkveranstaltung setzte ein klares Zeichen gegen Gleichgültigkeit und für eine aktive Erinnerungskultur – gerade mit Blick auf junge Menschen und die Herausforderungen der digitalen Gegenwart.