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Kritische Diskussion um Gedenkstättentourismus

AG Gedenkstättenarbeit der HNG berichtet über Studienfahrt nach Oswiecim.

Am Mittwoch, 29.5., waren rund 65 Personen in die Bibliothek der HNG gekommen, Schülerinnen und Schüler aus dem 8. Jahrgang, Eltern und Sponsoren. Eingeladen hatte die AG Gedenkstättenarbeit, um von ihrer Studienfahrt nach Oswiecim (Auschwitz) und Krakau zu berichten.

Mit unterschiedlichen Zugängen konfrontierten die Mitglieder der AG das Publikum mit ihren Eindrücken, Fragen und Beobachtungen. Ausschnitte aus dem Reisetagebuch nahmen die Gäste mit in die Chronologie der Exkursionstage, unterstützt von einer Bilderpräsentation, erläuterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt ihre Eindrücke aus der Ausstellung, über die Größe des Lagers und ließen die Zuhörerinnen und Zuhörer Anteil nehmen an ihren frisch gewonnen Erkenntnissen.

In einer zweiten Runde nahmen die AG-Mitglieder das Auditorium mit in die intensiven Diskussionsrunden, die während dieser Fahrt abends zu überaus langen, ernsthaften und tiefgreifenden Gesprächen führten. Anhand von Plakaten stellten sie ihre Fragen erneut, formulierten ihre Zweifel und benannten das Unaussprechliche.

In einer Pause waren alle Anwesenden aufgerufen, ihre Anfragen, Sorgen und Erfahrungen auf Karten zu notieren. In der Schlussrunde moderierte der Lehrer durch diese Karten geleitet eine lebhafte und ernsthafte Diskussionsrunde. Es wurde deutlich, dass sich die Gedenkstättenarbeit an der HNG mit einer bedeutsamen Thematik befasst und dass die Debatte darüber aktuell in einem angespannten und kritischen politischen Klima stattfindet. Besorgt wurde die Diskussion angesichts des „billig vermarkteten „Auschwitz-Tourismus“, der in Krakau zu beobachten gewesen ist. Hier sei ein Wandel, so AG-Leiter Carlos Merinero, deutlich zu beobachten, der geradezu geschmacklose Züge annehme. Umso wichtiger sei es, die historische Aufarbeitung dieser Geschichte weiter zu betreiben.

Abschließend dankenAG-Leiter Carlos Merinero und Schuleiter Arne Sewing allen Sponsoren wie Herrn Gerhartl (Gerhartl Fahrzeugtechnik), Frau Wolfram (IG Metall Wolfsburg), der Margarete Schnellecke-Stiftung, der Bürgerstiftung Wolfsburg, dem Internationalen Freundeskreis der Stadt Wolfsburg sowie dem Förderverein der HNG für die finanzielle Unterstützung der Studienfahrt. Durch diese Unterstützung konnten schließlich alle Teilnehmer der AG an der Studienfahrt teilnehmen.

Text/Foto: A. Sewing