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60 Sekunden in der Luft: Saalflugwettbewerb 2019

Bei dem MINT-Projekt „Saalflugmodellbau“ ging es darum ein mit Gummimotor angetriebenes Saalflugmodell zu bauen, welches eine möglichst lange Flugdauer zurücklegt.

In dem Wahlpflicht-Kurs 2 „Mobilität und Technik“ in Jahrgang 10. unter der Leitung von Herrn Dr.Majjer wurde im 2. Halbjahr fleißig an Saalfliegern gebaut. Das Ziel bestand darin, dass ein Saalflugmodell eine möglichst lange Flugdauer zurücklegen zu lassen. Nachdem die Schülerinnen und Schüler ihre Saalflieger eifrig optimiert hatten, kam es am 21.06.2019 ab 14.45 Uhr alle halbe Stunde beim Saalflieger-Contest zum großen Wettbewerb in der A-Turnhalle. Als Vorbereitung auf den Wettbewerb qualifizierten sich drei Schüler. Hierbei gingen die Flugdauerzeiten der Saalflieger nicht weit auseinander.

Der Gewinner war Jake Henniger mit einer Flugdauer von 60 Sekunden. Den 2. Platz erzielten John Rogler (nicht auf dem Foto) mit einer Flugdauer von 56 Sekunden. Den 3. Platz erzielte Edwin Gujo mit einer Flugdauer von 54 Sekunden.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser herausragenden Leistung!

Der Wettbewerb soll nächstes Jahr auf dem HNG Schulfest wiederholt werden.

 

 

 

 

Das Antriebsprinzip des Saalfliegers

Das Saalflugmodell fliegt mit der Kraft eines Gummimotors. Die Spannenergie steckt in dem Gummiband des Saalflugmodells, wenn das Gummiband aufgedreht also gespannt wird. Dabei werden die beiden Enden des Gummibandes zwischen dem Flugzeugrumpf mit dem angebrachten Antriebspropellerhaken auf der einen Seite eingehängt und auf der anderen Seite des Rumpfes am hinteren Rumpfhaken verbunden. Die Spannenergie des bis zu 700 Umdrehungen aufgedrehten Gummibandes wird hier gespeichert, indem der Propeller dann mit der Hand festgehalten wird bis zum Start. Beim Loslassen des Propellers wird die in dem aufgedrehten Gummiband gespeicherte Spannenergie in Drehung oder Bewegungsenergie des Saalflugmodells umgewandelt. Der drehende Propeller treibt das Saalflugmodell an und das Saalflugmodell fliegt. Bei der Drehung bildet das Profil der Blätter mit der Luftströmung einen bestimmten Anstellwinkel. Dadurch erfährt die durch den Propellerkreis strömende Luft analog zur Auftriebserzeugung am Tragflügel eine Beschleunigung. Der Propellerschub erfolgt in entgegen gesetzter Richtung als Reaktion auf die Beschleunigung der Luft.

Die Saalflieger fliegen umso länger, je weniger sie wiegen. Für das Bauen sind ganz bestimmte Techniken nötig, die es zu lernen gilt, dazu gehören ein paar Kenntnisse der Strömungslehre. Denn ein Saalflugmodell von 4 Gramm fliegt im Grundsatz nach den gleichen Naturgesetzen wie ein Airbus A380 mit seinen 590 Tonnen. Auch Saalflugmodelle haben Flügel, Höhen- und Seitenleitwerk, Rumpf und Antrieb, und einen Schwerpunkt, der mit der Differenz der Winkel zusammenhängt, mit denen Flügel und Höhenleitwerk von der Luft angeströmt werden.

Fotos/Text : B.Majjer